Coup war einer der ersten Anbieter, die ein eScooter (Roller, nicht Trotti)-Sharing angeboten haben. Coup (eine Tochterfirma von Bosch) setzte Gogoro-Roller aus Taiwan ein. In Berlin waren über 1000 davon auf den Strassen verteilt. Dazu gab es Coup auch in Berlin, Paris und Tübingen.

Nachdem Mobility mit seinen Rollern vor einigen Wochen die Segel gestreckt hatte, gibt nun auch Coup auf. Offenbar war der Dienst nicht rentabel, was für ein solches Unternehmen nicht aussergewöhnlich ist. Erstaunlich ist aber, dass offenbar die Perspektive gefehlt hat, so zu wachsen, damit sich der Dienst mittelfristig rechnet.

Konkurrenz durch e-Trottis zu stark

Aus meiner Sicht zeigen die Beispiele Coup und Mobility ganz klar, das die neuen Anbieter der e-Trottis eine zu starke Konkurrenz waren. Die kleinen Trottis sind einfacher zu benutzen (kein Führerschein nötig) und in den dichten Innenstädten offenbar für die meisten Nutzer ausreichend. Die Kosten für Wartung und Akku-Wechsel dürften bei den Rollern teurer gewesen sein als bei den Trottis und die Bereitschaft dafür mehr zu bezahlen von den Nutzern nicht vorhanden.

Konsolidierung.

Wenn ein Markt wächst und eine neue Technologie auf den Markt kommt, dann drängen Anbieter in diese Märkte und schaffen ein (meist zu grosses) Angebot. Dies geschieht derzeit bei den Mikromobilitätsanbietern. Enorm viele Anbieter drängen in den Markt, drücken die Preise gegenseitig nach unten und verbrennen das Geld ihrer Investoren in der Hoffnung auf möglichst viele Nutzer. Langfristig werden nur wenige Anbieter überleben. Coup ist eines der Opfer dieses Vorgangs, weitere werden früher oder später folgen.