Das Reisen im Nachtzug erlebt einen neuen Boom. Jahre nachdem die Deutsche Bahn und die SBB ihre Nachtzugflotten stillgelegt haben, baut die ÖBB das Angebot sukzessive aus.

Ab Mitte Dezember kommt die Strecke Wien - Brüssel neu hinzu:

Um ein Kapitel erweitert wird außerdem die Erfolgsgeschichte des ÖBB Nightjets. Denn als besonderes Highlight planen die ÖBB die Aufnahme einer Nachtverbindung Wien - Brüssel. Der Start ist für Jänner 2020 vorgesehen, vorerst zweimal wöchentlich. Der Buchungsstart beginnt Anfang Dezember.
-Pressemitteilung der ÖBB

Die NZZ meldet ausserdem, dass auf der Nachtzugstrecke von Zürich nach Wien die Passagierzahlen um über 10% gestiegen sind. Ein Ausbau der Schweizer Verbindungen ist allerdings derzeit noch nicht in Sicht. Lediglich die Ankündigung der SBB, man wolle wieder mitmachen und sei in Gesprächen dazu.

Der Boom bei den Nachtzügen ist sicher der aktuellen Klimadiskussion geschuldet. Langfristig wird aber entscheidend sein, wie sich das Angebot weiter entwickelt. Stand heute entsprechen viele Nachtzüge einem Standard aus den 80er Jahren. Bei Flugreisen sind wir gewöhnt, in modernen Maschinen zu fliegen. Und dies auch dann, wenn wir von Basel nach Hamburg nur 30 Franken bezahlen.

In den nächsten Jahren nimmt die ÖBB diesbezüglich neues Rollmaterial in Betrieb und führt schrittweise WLAN ein.
Die Hoffnung: Weniger «Eisenbahnromantik» mehr zeitgemässe Mobilität.

Nachtzüge: Ja, aber mit Subventionen bitte
Laut der NZZ decken Nachtzüge nur die Hälfte ihrer Kosten selbst.