Nach jeder Fahrt mit einem e-Trotti von Bird wird eine nette Grafik angezeigt, man hätte soeben eine zusätzliche Autofahrt verhindert. Eine steile Behauptung des Startups, die offenbar nicht wirklich stimmt, glaubt man einer Studie, die nebst den Trottis auch noch Uber und Lyft untersucht hat:

Anstatt Autofahrer zum Umstieg zu bewegen, passierte etwas anderes. Die Nutzer der städtischen Busse bestellten sich Fahrzeuge von Uber und Lyft. Diese bieten im Gegensatz zum Bus einen Service von Türe zu Türe und sind viel günstiger als Taxis.
Jürg Meier in der NZZ am Sonntag

Die NZZ am Sonntag bezieht sich auf eine Studie der Universität Kentucky, die untersucht hat, welche Auswirkungen Ridesharing mit Uber und Lyft, bzw. e-Trottis auf den gesamtverkehr haben. Resultat: Mehrverkehr auf den Strassen und weniger ausgelastete Busse und Trams (wobei ein Teil der untersuchten Personen Dienste wie Uber nutzt, um z.B. zum Bus zu gelangen). Unter dem Strich ermöglichen die Dienste es, ein feinmaschigeres Netz von Verkehrsträgern zu spannen. Die Kombination davon, kann damit auch sinnvoll sein.

Ein weiterer entscheidender Punkt im Artikel ist auch, dass der Preis der Mobilität die Nachfrage stark beeinflusst. Sinken die Kosten um von A nach B zu gelangen, steigt die Nachfrage. Anders gesagt, wenn es mehr Möglichkeiten, Anbieter oder Dienstleister gibt, die einen von A nach B bringen, sinkt die Hemmschwelle diese Dienste zu nutzen und es resultiert mehr Verkehr.