Der 'harte' Winter hat sein erstes Opfer unter den zahlreichen e-Trotti Startups gefordert. Bird aus den USA kauft den deutschen Anbieter Circ. Wieviel die Übernahme kostet, wurde nicht kommuniziert.

Es dürfte die Erste von mehreren solcher Meldungen sein, die wir in den nächsten Monaten zu lesen bekommen. Das Geschäft mit den e-Trottis ist aktuell zwar rasch am wachsen, gleichzeitig konkurrenzieren sich derart viele Anbieter in einzelnen Städten, dass langfristig kaum alle überleben werden. Das angebotene Produkt ist dabei weitgehend austauschbar, die Anbieter müssen also über Marketing oder den Preis gegen ihre Konkurrenten bestehen können. Finanziert wird das ganze über Gelder von Risikokapitalgebern die hoffen, das eigene Investmeht überlebt und holt längerfristig Gewinne ein. Um die Kosten im Betrieb zu senken, haben die meisten Hersteller mittlerweile eigens entwickelte Scooter auf dem Markt, die längere Batterielaufzeiten und längere Lebensdauern versprechen.

Profit statt Wachstum als Strategie

Ein interessantes Detail in der Ankündigung von Bird: Mehrmals wird erwähnt, dass der Fokus auf die Profitabilität der Firma im Vordergrund steht. Damit versucht die Firma den Investoren zu signalisieren, dass in den nächsten Monaten nicht mehr das Wachstum in möglichst viele Städte und das Gewinnen von neuen Nutzern das einzige Ziel ist. (Das Wort Profitabilität kommt in der Medienmitteilung vier mal vor.)

Winter ist keine Trottizeit

Die nun eintretende Konsolidierung der Anbieter wurde in der Zeit bereits im November in einem sehr lesenswerten Artikel beschrieben. Dabei kam auch zur Sprache, dass im Winter deutlich weniger Menschen die elektrischen Trottis benutzen und es damit erst recht schwierig sein dürfte, Profite zu erwirtschaften.

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